Premiere : "Kiss me, Kate" - frisch und entstaubt

Die Felsenbühne liefert eine spritzige Musicalinszenierung, die durch swingende Musik und prachtvolle Kostüme besticht.

"Auch wenn der Sommer meteorologisch längst begonnen hat, wir hier wissen, der Theatersommer beginnt erst mit der Premiere der Staatzer Felsenbühne", sagte Landesrat Karl Wilfing am Beginn der Premierenfeier von "Kiss me, Kate". Und diesmal hatte der Sommer auch gehalten.

Cole Porters Musical „Kiss me, Kate“ gilt als Ur-Musical und war für die Felsenbühne allein aufgrund des Alters ein Wagnis. Immerhin ist das Stück 67 Jahre alt. Doch in Staatz war eine frische, spritzige Interpretation zu hören mit vielen musikalischen und visuellen Überraschungen.

 

Komödiantisches Talent als tobende Männerhasserin

Vielleicht keine Überraschung war Katharina Dorians „Kätchen, alias Lilli Vanessi“, denn ihre tolle Stimme kennt man von früheren Auftritten auf der Felsenbühne. Gemeinsam mit Intendant Werner Auer als Petrucchio beziehungsweise Fred Graham bewies sie auch großartiges komödiantisches Talent als tobende Männerhasserin. Ein Wiedersehen gab es auch mit der vorjährigen Maria der West Side Story, Daniela Lehner. Doch aus der ernsthaft Liebenden wurde ein quirliges Showgirl mit überschäumendem Temperament. Und Nicolas Harras und Florian Stanek amüsierten als kunstaffine Ganoven.

Eingebunden wurden die Solisten in ein großes Ensemble, das zur swingenden Musik des amerikanischen Komponisten  – modern interpretiert von Gregor Sommers Felsenbühnen-Orchester – mitreißende Choreografien (Eva Klug) tanzte.

Tolle Effekte gezaubert

Eine große Überraschung hatten wie üblich die Staatzer Bühnenbauer unter Jack Hamal bereit, die mit Hilfe ihrer Drehbühne und dem ausklappbaren Bühnen-Bilderbuch tolle Effekte zauberten. Die Shakespeare’sche Geschichte des tobenden Käthchens hält natürlich auch für Kostümbildner einige Herausforderungen bereit, doch Gitti Hamal meisterte sie mit prachtvollen Roben.

Das Musical „Kiss me, Kate“, für das es nur noch wenige Restkarten gibt, wird noch bis 15. August gespielt. Der Abschluss erfolgt wie immer am Sonntag, 16. August, mit einer Musical-Gala und Werner Auer ließ auch schon die Katze für das nächste Jahr aus dem Sack. Diesmal wird es wieder ein absoluter Neuling: „Arthur“.

Mehr Informationrn unter: www.felsenbuehne-staatz.at